Frauen 1: Die Aufholjagd des HC Metter-Enz wird durch Zeitstrafen erschwert
Im Topspiel der Bezirksoberliga Neckar/Franken haben die Handballerinnen des HC Metter-Enz gegen den Dritten TV Mosbach nur ganz knapp verloren. Nach wechselnden Führungen stand es am Ende 24:26 aus Sicht der Gastgeberinnen in Großsachsenheim.
„Es war der erwartete Gegner“, sagt HCME-Trainer Korbinian Keul. „Die Mannschaft war torgefährlich von allen Positionen und hat uns in der Abwehr gut beschäftigt.“ Damit kamen die Gastgeberinnen in der ersten Hälfte aber ganz gut klar und waren auch vor dem Gästetor recht erfolgreich. Die Führung wechselte ab, beim Stand von 11:11 wurden die Seiten gewechselt. „Nach der Pause sind wir nicht mehr ganz so konsequent in der Abwehr gestanden“, ärgert sich Keul. „Vielleicht hätte ich da auch früher die Auszeit nehmen sollen, um nachzujustieren.“ Mosbach zog von 14:15 auf 19:15 davon und lebte in den letzten 20 Minuten der Partie von diesem Vorsprung. Denn in der Schlussphase kämpfte sich der HC Metter-Enz Tor um Tor wieder ran. „Hätte das Spiel fünf Minuten länger gedauert, wären wir als Sieger vom Feld gegangen“, ist sich Keul sicher.
Zwei Mal kurz nacheinander Unterzahl in der entscheidenden Phase
Allerdings geriet sein Team gerade in dieser entscheidenden Phase mehrmals in Unterzahl. „Da gab es ein paar unglückliche Pfiffe“, sagt der HCME-Trainer. „Wir haben zwei Mal zwei Minuten bekommen, die anderen nur eine Gelbe Karte statt vielleicht sogar einer Roten. Charlotte Fehl wurde richtig aus der Luft gepflückt.“ Fehl war mit elf Treffern maßgeblich an der Aufholjagd beteiligt. „Es ist das Tolle an unserer Mannschaft, dass die Mädels hintenraus nicht nachlassen und dadurch wieder rankommen“, sagt Keul. „Ich muss ihnen ein Riesenkompliment machen, auch wenn wir zuletzt nie komplett trainieren konnten.“
Laura Brkic im Tor des HCME entschärft einige hochkarätige Würfe, doch am Ende steht eine knappe Heimniederlage gegen den Tabellennachbarn aus Mosbach.
Bericht und Bild mit freundlicher Genehmigung dem Artikel vom 9. Dezember der Vaihinger Kreiszeitung (VKZ) entnommen